Tierschutz

Verantwortung des Staates

  • Der Staat ist mitverantwortlich für den Schutz der Schwachen. Aus diesem Grund hat er dafür zu sorgen, dass auch Tiere ein Recht auf ein würdiges und artgerechtes Leben haben. Die TPS fordert daher mindestens die Einhaltung des Tierschutzgesetzes des Bundes (TschG; SR 455) vom 16.12.2005 und der Tierschutzverordnung (TschV; SR 455.1) vom 23.04.2008. Hierfür soll der Staat die geeigneten Massnahmen und Mittel zur Verfügung stellen.
  • Die TPS fordert eine tierfreundlichere Ausgestaltung und die Schliessung von Lücken im Tierschutzgesetz und der Tierschutzverordnung.
  • Eine internationale Zusammenarbeit im Tierschutzbereich muss verstärkt stattfinden.

Verbandsbeschwerderecht

  • Für Tierschutzorganisationen muss ein Verbandsbeschwerderecht eingeführt werden.

Prävention

  • Die TPS setzt sich für die Durchführung eines Ethikunterrichts in Schulen ein, in dem zusätzlich auch auf die Tiere und die Umwelt eingegangen wird.
  • Es muss eine schweizerische Zentralstelle geschaffen werden, welche die Umsetzung der Tierschutz-gesetze in den Kantonen überwacht (analog Konsumentenschützer) und mit der nötigen Kompetenz ausgestattet ist, entsprechend zu intervenieren (analog Verbandsbeschwerderecht).
  • Der Zusammenhang zwischen Gewalt gegen Tiere und Menschen soll von den Behörden stärker berücksichtigt werden.

Strafvollzug bei Tierquälerei

  • Die Tierpartei fordert einen konsequenten Vollzug und die Ausschöpfung des geltenden Strafmasses bei Tierquälerei.
  • Es ist ein verbindlicher Mindeststrafmasskatalog zu erstellen, der kantonsübergreifend angewendet wird.
  • Die TPS fordert eine zentrale Anlaufstelle bei Verdacht auf Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz. Diese Stelle erstattet gegebenenfalls Anzeige.

Subventionspolitik

  • Landwirtschaftliche Subventionen sind, wenn überhaupt, nur noch für tierfreundliche, art- und umweltgerechte Produktion auszuzahlen. Fragwürdige Subventionen, wie zum Beispiel für die Schafzucht, sind komplett abzuschaffen.
  • Daneben fordert die TPS unabhängige Kontrolleure bei Betrieben, die Subventionen in der Produktion von tierischen Erzeugnissen erhalten. Kontrolleure dürfen selber keine Subventionen beziehen.

Tierversuche

  • Wir fordern eine komplette Abschaffung der Tierversuche.

Importverbote

  • Wir fordern ein Importverbot von Produkten, deren Produktionsmethoden in der Schweiz verboten sind (z.B. Batterieeier, auch in flüssiger Form, Schächtfleisch, Froschschenkel, Gänsestopfleber etc). Daneben lehnen wir den Import von tierquälerisch produzierten Produkten generell ab (z.B. Pelz).
  • Wir sind gegen eine automatische Uebernahme der Gatt Landwirtschaftsverträge und Verträge mit der Europäischen Union, wenn sie gegen das Tierwohl verstossen.

Tierhaltung

  • Wir fordern aktive Massnahmen gegen den Missbrauch des Tieres als Handelsware.
  • Bei Verkauf und Abgabe eines Tieres ist der künftige Halter unbedingt über die erforderlichen Haltungsbedingungen zu informieren.
  • Für Hunde ist ein schweizweit greifendes Gesetz auszuarbeiten, welches die Haltungsbedingungen der Hunde und die Schulung für Hundehalter regelt.
  • Die TPS fordert geeignete Massnahmen, um keine Überpopulation gewisser Tierarten entstehen zu lassen.
  • Haustierfutter muss in tiergerechten, nachhaltigen Haltungen produziert werden.

Deklarationspflicht

  • Die TPS fordert eine umfassende Deklarationspflicht tierischer Produkte über Herkunft, Tierhaltung und Produktions- resp. Schlachtungsmethode.

Werbung

  • Werbung für tierische Produkte als Nahrungsmittel ist einzuschränken, ebenso diejenige für Modeprodukte.