Petition Baujagd Verbot im Kanton Zürich

Die Tierpartei hat dem Zürcher Kantonsrat die Petition für ein Baujagdverbot übergeben.

«Die Tierpartei Schweiz (TPS) und die mitwirkenden Organisationen sowie die Unterzeichnenden fordern den Zürcher Kantonsrat auf, ein kantonales Baujagdverbot zu erlassen.»

Aus der Sicht des Tierschutzes sind verschiedene im Rahmen der Jagd verbreitete Praktiken nicht nur problematisch, sondern können sogar als tierschutzwidrig bezeichnet werden. Eine der schlimmsten Jagdarten ist die Baujagd, bei der die bejagten Wildtiere von Hunden aus ihren sicheren unterirdischen Bauten getrieben werden. Der Hund hat die Aufgabe, den Fuchs oder den Dachs so lange und intensiv zu bedrängen, bis dieser den Bau verlässt, wo er vom Jäger erwartet und abgeschossen wird. Der Jäger belohnt seinen Hund in der Regel damit, dass dieser das geschossene Tier fassen, schütteln und so als seine Beute betrachten kann.

Bei der Baujagd kommt es nicht selten zu blutigen, unterirdischen Kämpfen zwischen den Hunden und den bejagten Wildtieren. Dabei können sich die Tiere erhebliche Verletzungen zufügen, die oft sogar zum Tod von beiden Tieren führen. Bei dieser Jagdart wird von den Jägern auch bewusst in Kauf genommen, dass der Hund und das bejagte Wildtier im Bau verschüttet werden können und dadurch elendig ersticken, da das Ausgraben teilweise nicht möglich ist. Gelegentlich wird bei der Flucht des Wildtieres aus dem Bau nicht nur das Wildtier ange-schossen oder getötet, sondern auch der hinterher jagende Hund.

Für die Ausbildung der Jagdhunde werden lebende Füchse in sogenannten Schliefanlagen benutzt. Zwar sollte es nicht zu einem direkten Kontakt zwischen den Tieren kommen, dennoch wird der Fuchs in Angst und Schrecken versetzt, da er keine Fluchtmöglichkeit hat.

Bei der Baujagd verstossen die Jäger nach Auffassung der Petitionäre gegen das geltende Tierschutzgesetz, wo es in Art. 4 Abs. 2 heisst: „Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten.“ Dieser Gesetzesartikel hat für alle Tiere gleichermassen zu gelten.

Konkret erachten die Petitionäre die Straftatbestände der Misshandlung, der Würdemissachtung, der qualvollen Tötung und des Veranstaltens von Tierkämpfen gemäss Art. 26 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes als erfüllt. Aus diesem Grund ist diese Art der Jagd  zu verbieten.